Journey through paradise
1.5.14 07:29


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Mein neues Projekt: nOTES fROM iNDONESIAN gROUND

Ab heute findet ihr unter http://notesfromhigherground.wordpress.com/ neue Blogeinträge, die ich im Rahmen eines Uniprojektes erstellen darf. Thema sind unter anderem die Leistungskultur (nicht nur) in Deutschland, Surfkultur und andere Lebensarten. Ich freue mich über euer Interesse!! Alles Liebe, Inga
1.5.14 07:20


Februar/März 2014 - Endlich angekommen

Der erste Monat in Indonesien ist fast vorüber und nach den ersten ereignisreichen Wochen voller persönlicher Herausforderungen, sowie für die Beziehung mit meinem javanischen Freund, habe ich endlich das Gefühl mit Leib und Seele angekommen zu sein. Nach nur zwei Tagen in unserem kleinen, aber gemütlichen Mietzimmer in Uluwatu (Bali), begann schon die nächste große Reise: Ein Besuch bei der Familie meines Freundes in West Java. Dort lebten wir eine Woche (bis auf zwei Tage, in denen wir in ein anderes Dorf am Strand flohen)24/ 7 umgeben von seiner Großfamilie. Vor allem die sechs Cousinen und Cousins, sowie einige Nachbarskinder im Alter von 0-10 Jahren, waren begeistert nach anderthalb langen Jahren endlich wieder ihren Onkel und die neue „Tante“ zu sehen. Da die Familie streng muslimisch ist, wie die meisten Bewohner Javas, durften wir als unverheiratetes Paar nur im „öffentlichen“ Wohnzimmer zusammen schlafen, was mich große Überwindung kostete. Mein Freund ist auch nicht damit einverstanden, aber hatte sich aus Respekt vor seinen Eltern schon vorher mit der Situation abgefunden. Es waren nur ein paar Nächte, aber ich fühlte mich als würde ich unnötiger Weise – in Bali teilen wir ein 10 m² Zimmer und sind vogelfrei- meiner Privatsphäre beraubt, die ich bisher als natürlich gegeben gekannt habe. Trotz ihrer strikten Traditionen hat mich die Familie, vor allem eine der drei Tanten, sehr herzlich aufgenommen: Alle waren stets um mein Wohl besorgt, bekochten uns reichlich, luden uns unaufdringlich in ihre bescheidenen Zuhause ein; als ich Magenprobleme hatte, massierten mich drei Familienmitglieder gleichzeitig. Da mein Freund und ich nach vier Monaten Fernbeziehung erst wieder zueinander finden mussten, uns wieder an das gemeinsame Leben gewöhnen, bedeuteten die unerwarteten kulturellen Schwierigkeiten in Java auch für unsere Beziehung eine schwere Zeit. Aber wir haben die Herausforderung gemeinsam gelöst und sind stärker aus ihr herausgegangen. Gerade die kulturellen Hindernisse, die durch die gegenseitigen Vorbehalte und Vorurteile unserer beiden Familien gestellt werden,(strikte muslimische Javanesen und nicht-praktizierende, christliche Deutsche)schweißen uns enger zusammen. Wieder zurück in Bali angekommen arbeitet mein Freund wieder sieben Tage die Woche als Surflehrer in einem up-market Surfcamp, in dem vor allem wohlhabende europäische, australische und amerikanische Kunden ihre Ferien genießen. Wir sehen uns jeden Abend, sowie manchmal zum „zweiten“ Frühstück gegen 10 Uhr, oder beim Surfen. Der Tag beginnt für Surfer mit Sonnenaufgang, da zu dieser Zeit die Wellenbedingungen oft am besten sind und diejenigen, die sich mehr fürs Feiern anstatt Surfen interessieren (viele der selbst-erkorenen „Surfer“ auf Bali) noch ihren Rausch ausschlafen. Der indonesische Tagesablauf unterscheidet sich generell vom deutschen: Man steht mit Sonnenaufgang auf, verteilt Opfergaben für die Götter in diversen Mini-Tempeln rund ums Grundstück, heizt das Kochfeuer/ die Gasplatte fürs Frühstück (meistens Reis) an, bringt die Kinder in die Schule (bzw. versucht sie dazu zu bewegen) etc. Im Verlauf des Tages erledigt man gemächlich alle anfallenden Aufgaben rund ums Haus (oft wohnen mehrere Familien in einem ummauerten Grundstück), geht zur Arbeit, tauscht sich mit Nachbarn aus, ruht in der Mittagshitze und erst spät abends kommt die Familie wieder zum Essen zusammen. Nachdem ich nun insgesamt seit drei Monaten mit meinem Freund, zwei seiner Kumpels und zwei Familien in diesem Zimmer wohne, fühle ich mich trotz mangelnder Privatsphäre (man ist nie allein!) sehr wohl hier. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung; erst heute hatte ich wieder ein kleines Erfolgserlebnis, als ich trotz Sprachbarriere Schüssel und Löffel aus der Familienküche für meine Cornflakes organisieren konnte. Man darf nicht zu viel von sich selbst verlangen, sondern muss lernen sich über solch kleine Fortschritte zu freuen. Ich habe noch mindestens drei Monate, um mich einzugewöhnen und auf Arbeitssuche zu gehen. Wir leben im Paradies! Das Leben für die Einheimischen hier mag manchen Westlern hart und entbehrungsreich erscheinen, aber im Gegensatz dazu genieße ich die Einfachheit des Lebens: Es geht immer irgendwie weiter, man hat keine wertvollen Besitztümer, um die man sich sorgen muss. Das Leben hier konzentriert sich vor allem auf Liebe und Beziehungen, Freundschaft und Familie sind erste Priorität; genau das fehlt in westlichen Gesellschaften, die auf individuellen Erfolg und Reichtum ausgelegt sind. Geld lässt sich mit ein wenig Geschick aus nahezu allem machen (hierin sind die Indonesier aufgrund des schnellen Bevölkerungswachstums Meister), aber eine Familie wird einem nur einmal geschenkt...
15.3.14 05:01


Neues Kapitel: INDONESIEN

Nach vielen Monaten der Abstinenz vom Bloggen, aufgrund meines Studiums, u.a. zwei Semester lang in Melbourne, finde ich in meiner neuen Wahlheimat Bali endlich wieder die Ruhe, um über die Erfahrungen auf meiner ewigen "Reise durchs Paradies," unsere Erde, zu berichten. Der Plan ist hier meine letzten Hausarbeiten und schließlich die Bachelor-Arbeit zu verfassen. Und danach... mal sehen was die Zukunft bringt!
15.3.14 04:58


Margaret River Surfcontest, 15.-21.März 2010 (WA)

"Drug Aware Pro", Margaret River  


 

Immense Wellen, traumhafte Sandsteinkueste und Sonnenuntergaenge ueber dem Meer- all das gibt es hier in Westaustralien in unbegrenzter Menge! Und genau in diesem australischen Staat, genauer im Surferparadies der Westkueste, Margaret River, werde ich momentan Zeuge des alljaehrlichen Wettbewerbs im Wellenreiten auf Weltniveau.

Abgesehen von der eher unpopulaeren deutschen Meisterchaft im Surfen bin ich als surfbegeisterte Deutsche zuvor auf keinem weiteren Wettkampf gewesen, geschweige denn einem vom Niveau des diesjaehrigen “DrugAwarePro”. Und was die groessten Namen im Surfen den Zuschauern am Strand in den letzten Tagen geboten haben macht mich schier sprachlos: Wellen mit artistischer Leichtigkeit zu reiten, die man schon weit draussen auf dem Ozean als unschuldige Woelbungen im Indischen Ozean ausmachen kann und, die sich dann zu haushohen Waenden aufbaeumen, die an die Kueste rollen und die gesamte Zuschauermenge laut nach Atem schnappen lassen.

                 Als Surfanfaengerin ist es fuer mich beeindruckend zu sehen, was man als professioneller Surfer auf sich nehmen muss: Wenn man vom sicheren Land aus schon von Weitem sagen kann, dass das naechste Wellen-Set fuenffach ueberkopf gross sein wird, sinkt das Herz aus Mitgefuehl fuer die lediglich als kleine Punkte auszumachenden Surfer. Doch diese Wellenreiter haben wahrscheinlich gelernt zu surfen, bevor sie Fahrradfahren konnten!

                  Es ist erstaunlich mit welcher Sicherheit sich alle Teilnehmer, egal ob 14 jaehrige Maedchen oder 30jaehrige Weltmeister, im Wasser bewegen. Und es macht mich regelrecht neidisch zu sehen, dass weder die angsteinfloessendste Welle des Tages, noch ein zerbrochenes Board, noch starke Stroemungen, noch fuer 10 Minuten gegen die unbesiegbare Kraft des Meeres anzupaddeln sie davon abhalten die tollsten Manoever in die Front der Welle zu schneiden. Und nach 30 Minuten haertestem Wettkampf im Wasser heist es dann trotzdem noch mit dem Board im Arm, triefendnass Interviews fuer die Reporter zu geben, den Schulkids die Muetzen zu signieren und am allerwichtigsten: Bei all dem immer freundlich zu laecheln.

Besonders bei dieser Veranstaltung, die Teil der Qualifikationsrunde fuer die Weltmeisterschaft ist, kann man den Stars des Wellenreitens unfassbar nahe kommen: Der amtierende Weltmeister, Mick Fanning, joggt ganz unberuehrt durch die Menge, bevor er sich in besagte Wellenbedingungen stuertzt. Einer der grossen Namen aus Brasilien hoert noch Musik auf seinem iPod und spricht am Strand ein Gebet. Und all das koennen die Zuschauer umsonst beobachten, den Vorbildern mit etwas Glueck die Hand schuetteln.

                    Das wohl beste Erlebnis ist definitiv das Finale der Maenner: Josh Kerr und der momentane Weltlistenfuehrer Taj Burrow, beide waschechte Aussies, leisten sich im Wasser fuer 35 Minuten einen fairen und die Menge begeisterden Wettkampf. Am lautesten sind die Jubelschreie und aufgeregten Pfiffe, als Josh Kerr eine Welle mit zwei unglaublichen 360Grad- Drehungen mit dem Board abreitet. Die Richter geben prompt die hoechst erreichbare Punktzahl, die in der gesamten Wettkampfwoche erzielt wurde, unglaubliche 10 Punkte. Die beiden Surfer in ihrem Element zu sehen und hautnah zu beobachten, dass sie genau wissen was sie tun ist schier inspirierend.

                       Allerdings wird die Veranstaltung von einer Sache ueberschattet, die mich regelrecht schockiert: Die Frauen, die gleich hochklassiges Surfen zeigen wie ihre maennlichen Mitstreiter, werden zum einen in die schlechteren Wellen abgedraengt, surfen an weniger Tagen und muessen sich damit abfinden, dass der Grossteil der Menge den Wettkampf verlaesst, sobald das Maennersurfen vorbei ist. Womit ist das gerechtfertigt, obwohl die Frauen und Maedchen aller Altersklassen genauso hart kaempfen, fragt man sich da als Surferin! Fuer das Frauenfinale am Sonntag, dem letzten Wettkampftag, interessiert sich nach der Kroenung des Gewinners am Samstag so gut wie niemand mehr. Innerhalb der naechsten Jahre koennte dank einiger vielversprechender weiblicher Jungtalente das Frauensurfen jedoch endlich den Respekt erobern, den es verdient

4.10.10 15:28


Weltuntergangsstimmung in Perth, Westaustralien

 Montag, 22. Maerz 2010, U-Bahn Satdtmitte Perth

Vor zehn Minuten bin ich aus Erleichterung mit Jubelschreien ins Haus gestuerzt. Heute abend um ca 16.30 Uhr, wurde die ganze Stadt nichtsahnend von einem Gewitter von nahezu tropischem Ausmass, inklusive fingernagelgrosser Hagelkoerner und den Horizont ueberspannender Blitze, ueberrascht.
In den ersten zehn Minuten sah alles noch relativ harmlos aus: Ich war zum Einkaufen im Stadtzentrum und ploetzlich fuellte ein unglaublicher Regen wirbelnd die Strassen, brachte alle zum Rennen. Die ersten Passanten zueckten ihre Mobiltelefone, um das Spektakel festzuhalten. Denn in Westaustralien hatte es seit vier Monaten nicht in diesem Masse geregnet.
In den Einkaufsstrassen brach ein hektisches Treiben aus, denn selbst die Alarmglocken der Geschaefte, die durch die Bodenerschuetterung beim Donner faelschlich ausgeloest wurden, gingen an und erfuellten die Atmosphaere mit noch mehr Aufregung. Zahlreiche Laeden mussten fruehzeitig schliessen, da der gesamte Boden durch Wassereinbruch ueberfluetet war. Saemtliche Einkaeufe wurden prompt abgebrochen und die Masse stroemte gen Bahnhof oder zu den geparkten Autos.
Der Verkehr war allerdings am meisten betroffen: Busse und Bahnen wurden lahm gelegt, weil Tunnel voll flossen und saemtliche Rolltreppen im Bahnhof stoppten, waehrend Bahnangestellte versuchten Herr ueber die Situation zu werden. Einer von ihnen rief die gesamte Schlange vom Ticketautomaten zurueck, mit den Worten: “Kuemmern Sie sich nicht um Fahrkarten. Nehmen Sie einfach die Bahnen, wenn ueberhaupt was faehrt.” Spaetestens in dem Moment wurde mir klar, dass die Situation weitaus ernster war, als ich zuvor gedacht hatte!
Ohne Ticket bin ich dann nach kurzem Warten problemlos mit der Bahn zur Haltestelle gekommen, an der ich in den Bus steigen konnte. Die Fahrerin stand aufgrund der 90 minuetigen Verspaetung unter Druck und ich konnte im Dunkeln die Strassenschilder nicht lessen, also verpasste ich meine Haltestelle. Unglaublich freundlich wie die Australier allerdings sind – selbst in Extremsituationen wie dieser – liess die Fahrerin mich nicht einfach im Regen zurueck laufen, sondern riet mir im Bus zu bleiben und mit ihr wieder zurueck zu fahren. Das tat ich und sie setzte mich sogar dort ab, wo gar keine Haltestelle war, um mir den Weg zu Fuss etwas zu verkuerzen! Erleichtert und ohne einen Cent fuer die Fahrt bezahlt zu haben, fand ich zu Hause angekommen alle meine Freunde wohlbehalten vor.
Angela war allerdings immernoch damit beschaeftigt, diversen Freunden am Telefon zu erzaehlen wie sie heute fast gestorben waere: Auf dem Weg nach Hause ist sie auf dem ueberfluteten Freeway stecken geblieben und hatte Glueck, dass ihre Autofenster nicht wie die der anderen vom hagel eingeschlagen wurden. Auf dem heimweg habe ich sogar ein Auto gesehen, das komplett mit offener Fahrertuer und saemtlichen Fenstern eingeschlagen verlassen am Strassenrand stand.

Nun, spaeter am Abend bleibt also abzuwarten, als wie gross sich das Ausmass der Zerstoerung im morgigen Licht herausstellen wird!
Niemals zuvor habe ich solche extremen Wetterbedingungen hautnah miterlebt. Und ich muss sagen, dass es eine extrem spannende Erfahrung war; unter dem Dach der Geschaeftsreihe zu stehen und wie hunderte Andere auf ein baldiges Abklingen des Gewitters zu warten, waehrend ununterbrochen Menschen vorbeilaufen, die teils mit besorgten Gesichtern, teils mit amuesiertem Laecheln am Telefon Freunde und Familie kontaktieren oder - mit den Haenden schuetzend ueber dem Kopf - versuchen vor den Naturgewalten Unterschlupf zu finden. Immer oefter versetzt es mich in laecheldes Staunen, wie hilflos wir trotz aller Erkenntnis und allen Fortschritts immer gegenueber Situationen wie dieser – die sich in einer Zukunft des Klimawandels stetig haeufen werden – sind und bleiben werden.
4.10.10 15:20


Sex, Drugs & Rock'n'Roll ?!

Schon seit meinem Aufenthalt an der Westkueste in Perth habe ich versucht, in meinen Blog rein zu kommen, um all die neuen Artikel mit euch zu teilen, aber jedes Mal haben mir die Computer den Zugang verweigert!!!

Und jetzt, endlich, nach ca 2monatigem Warten, hat es wieder geklappt! Es ist so viel passiert seither, mein Computer wurde gestohlen, mein USB-Stick hatte einen Virus, doch viel wichtiger:

Ich bin an der von allen Rucksackreisenden in Australien so hochgepriesenen Ostkueste angekommen!!! Habe die letzten zwei Wochen im und ums Regenwald-reiche Cairns verbracht (momentan ca 26'C) und werde morgen gen Townsville, ca 4 Std noerdlich aufbrechen, um von dort mit der Faehre zu meinem Tauchkurs auf Magnetic Island zu gelnagen :-)

 Die versprochenen Artikel zu den letzten Monaten werde ich wohl fruehestens morgen online stellen koennen, aber nun da ich weiss, dass der Blog nicht ganz verloren ist, werde ich mich wieder oefter melden!!! Bis bald also; und

NO WORRIES, Deutschland ist garnicht so ein schlechtes Land zum leben!!! (auch, wenn man wegen dem enttaeuschenden Wetter oft den Eindruck hat ;-))

29.5.10 06:36


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