Journey through paradise
Sommerliche Neuigkeiten und boese Ueberraschung

Da es heute eindeutig zu heiss fuer Farmarbeit ist (33'C!), verbringen die oesterreichische WWOOFerin Birgit (31) und ich die heisseste Zeit des Tages im Schatten der Veranda mit Blick ueber Berge und Bush.- Nicht die schlechteste beschaeftigung, was? Birgit ist letzten Donnerstag angekommen und seitdem sind wir echt ein ganzes Stueck voran gekommen: Der Rasen ums Haus erinnert nicht mehr an einen Dschungel, das Unkraut in den Beeten ist um einige Quadratmeter zurueckgedraengt worden,... Da Fiona, 55 und geboren in Schottland, die Farm allein - und mit der Hilfe von WWOOFern- fuehrt, gab es umso mehr zu tun, als ich vor knapp vier Wochen hier in Lebrina ankam. Der gesamte Hof hatte im letzten Winter weder einen Rasenmaeher noch jegliches andere Geraet gesehen, da es einen Dauerregen gab, wie ihn Tasmanien seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat! Seitdem ist so einiges passiert: Ich hab mich hauptsaechlich um die 7 Pferde (inkl. 3 Ponies+ 1 Ponyfohlen) gekuemmert. Neben Rasen "bekaempfen" (Maehen konnte man das nicht nehr nennen :-)), Unkraut jaeten, Huehnerstall ausmisten, ein totes Schaf verbrennen und Haehne schlachten - um nur die Highlights zu nennen- standen also jeden Tag mindestens Charlie und Pirate auf dem Plan: Charlie, der ehemalige Traber und Pirate, das uebergewichtige aber durchaus clevere Pony. Ausserdem bin ich fuer fuenf Tage mit einer anderen Farmer-Familie zur grossen Agrar-Show in Hobart (inkl. Pferde-, Hunde-, Huehner-, Schafe-, Kuehe- und Ziegenwettbewerbe sowie angezogene Laufenten) gefahren und habe sie auf ihrem Hof in Patersonia besucht. [Abgesehen von den lustigen Namen verbergen sich hinter den vielen kleinen Doerfchen hier meist lediglich 2-8 Farmen, die jeweils etwa 1km voneinander entfernt liegen. Sonst nichts. Was aber kein Anlass fuer mich ist mich nicht fast wie zu Hause zu fuehlen.] Fionas Mann, Neil, ist Professor fuer Naval Architcture (etwa wie schiffbau) an der Uni in der naechstgroesseren Stadt, Launceston (etwa 20-30.000 Einwohner?). Er bat mir vor einigen Tagen an ihn, seine juengere Tochter und seinen Sohn, auf einen Zwei-Wochen-Segeltoern an der Ostkueste der neuseelaendischen Nordinsel zu begleiten!!! Gestern hab ich meinen Flug gebucht, mein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, denn wir fahren vom 16. bis zum 28. Dezember. Also heisse Weihnachten auf dem Segelboot! :-) In zwei Tagen ist meine Zeit in Tasmanien endgueltig vorbei (eigentlich hatte zwei anstatt vier Wochen eingeplant) und ich breche in Richtung Festland auf, um in Lorne meinen Cafe-Job anzutreten. Was ich hoffentlich tun kann, denn heute wollte ich mir nochmal den Raum bestaetigen lassen, den ich im Oktober organisiert hatte und Uuupps!: Er ist vergeben!! Ich war ziemlich verbluefft ueber diese schlechte Entwicklung. aber trotzdem geb ich noch nicht auf, denn morgen ist die Vermieterin wieder da und die wird mir hoffentlich hilfreicher sein als ihr Kollege heute. Und sonst kann ich mich immernoch an Rob und Brett, meine jungen Bosse im Cafe, und ihre lokalen Beziehungen verlassen. Wenn ich in meinen zwei Monaten auf Reisen etwas gelernt habe, ist das wohl, dass kein Tag wie der andere ist und man nie weiss in welche Richtung sich die Dinge entwickeln werden und welche Gelegenheit sich als naechstes bietet. Allein zu reisen kann ausserdem ziemlich einsam sein und eine liebende Familie zu Hause laesst sich durch nichts ersetzen. Dennoch bin ich sehr zufrieden hier in Australien zu sein, denn es gibt einfach so viele unbezahlbare Erfahrungen zu machen- und soooo viele atemberaubende, aeusserts diverse Landschaften zu entdecken!! Ich fuehle mich wie auf einer ziemlich langen Abenteuerreise und wuenschte ich koennte euch von allen Abenteuern von Angesicht zu Angesicht erzaehlen. Ich vermisse euch alle! *Kisses*
9.11.09 05:22
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kat (18.11.09 09:33)
Ach Inga, wow das hoert sich so wunderbar und gut an. Was fuer ein Glueck du auch mit deiner WWOOF family und den Aufgaben hast, und vor allem an was fuer einem Ort. Ja, ich wuerd auch gerne face to face mit dir reden, deine Begeisterung hoeren und mich von deinen Geschichten mitnehmen lassen. Aber ich freue mich sehr, dass es dir so gut geht...lass dich weiter treiben, es gibt noch so viel zu entdecken. ganz liebste gruesse von mir....bisous kat

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